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Wertholzsubmission für Nadelwertholz

 

Wertholz ist der Rohstoff, aus dem edle Furniere, hochwertige Möbel oder auch Musikinstrumente hergestellt werden. Für diese Spitzensortimente werden Spitzenpreise erzielt. Die Wertholzsubmission für Nadelholz findet am 02.12.2020 statt. Die Öffnung der Gebote erfolgt um 10 Uhr im Forstbetrieb Fichtelberg. Aufgelegt werden die einzelnen Stämme auf dem Lagerplatz in Himmelkron.

 

Diese spezielle Form der Holzvermarktung hat sich bei wertvollen Nadelholzstämmen von besonders guter Qualität bewährt und bringt dem Waldbesitzer im Vergleich zum klassischen Holzverkauf in der Regel einen wesentlich höheren Erlös. Besonders Lärche und Kiefer weisen aktuell eine sehr hohe Nachfrage und dementsprechend hohe Erlöse auf.

 

Sollten Sie geeignete Stämme in Ihrem Wald haben, melden Sie sich bitte umgehend und rechtzeitig (2-3 Wochen vorher sollten die Stämme auf den Lagerplätzen liegen) in unserer Geschäftsstelle. Wir beraten Sie bei der optimalen Aushaltung Ihres Baumes, begutachten jeden gefällten Stamm und entscheiden dann zusammen mit dem Waldbesitzer, ob der Stamm für die Wertholzsubmission geeignet ist und angeliefert werden kann. Holz aus Borkenkäfer- oder Sturmwurfaufarbeitung können nicht angeliefert werden.

 

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                                                                                                              Symbolbild Quelle:© Niedersächsische Landesforsten

Borkenkäfersituation

 

Beim Thema »Borkenkäfer an der Fichte « lässt sich ein altbekanntes – nicht nur forstliches – Phänomen exemplarisch betrachten, die Verdrängung: Wenn Sturm und Schneeschäden oder ein Dürrejahr erwarten lassen, dass die gefräßigen kleinen schwarzen Käfer zuschlagen werden, ist die Aufmerksamkeit groß. Klingt die Kalamität ab, werden die Risiken und der Handlungsbedarf bezüglich möglicher Gegenmaßnahmen schnell vergessen. Dieses Muster ist sehr nachteilig, weil es verhindert, das Grundrisiko der Forstwirtschaft bei der wichtigsten biotischen Schadensursache unserer Hauptbaumart Fichte zu verringern.

Buchdrucker und Kupferstecher gehören zu den rindenbrütenden Borkenkäfern. Ihre Brut entwickelt sich in der Rinde. Der Larvenfraß erfolgt vorwiegend quer zur Faserrichtung. Dabei wird die Bastschicht zerstört und bei starkem Befall der Nährstofftransport unterbrochen. Zusätzlich werden durch die Altkäfer bei der Brutanlage phytopathogene Pilze eingetragen, welche den Absterbeprozess der befallenen Fichte beschleunigen. Das bedeutet, dass jede vom Buchdrucker und/oder Kupferstecher befallene Fichte abstirbt!

Angesichts einer häufig angespannten Borkenkäfersituation ist es wichtig, dass sich alle Waldbesitzer möglichst umfassend über Biologie und Befallsverhalten von Buchdrucker und Kupferstecher informieren. Nur bei guten Kenntnissen über die Schädlinge kann man das Befallsrisiko richtig einschätzen, rechtzeitig und mit den richtigen Maßnahmen reagieren und so eine weitere Ausbreitung verhindern.

 

Aktuelle Borkenkäfersituation: https://www.fovgis.bayern.de/borki/

 

In der Endphase des Käferjahres 2020 ist es wichtig, dass befallene Bäume aufgearbeitet werden, sodass möglichst wenig Borkenkäfer ins nächste Jahr mitgenommen werden. Die niedrigen und nassen Temperaturen der letzten Wochen bremsen die Entwicklung der Borkenkäfer und stoppten diese vermutlich auch. Zum überwintern bohren sich die Käfer in stärkere Bäume ein, diese zu finden ist schwierig, jedoch ist abfallende Rinde ein sicheres Zeichen. Diese Bäume gilt es schnellstmöglich zu entfernen.

 

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 Abfallende Rinde als sicheres Zeichen für Käferbefall                                                                                  Foto: Mauerer P.     

 

Neue Fördersätze für die Bekämpfung rindenbrütender Insekten:

 

  • Vorbereitung der Aufarbeitung mit rascher Abfuhr direkt ins Sägewerk: 5€/ Fm
  • Verbringen auf einen anerkannten Lagerplatz: 12€/ Fm
  • Entrindung maschinell: 10€/ Fm
  • Entrindung manuell: 20€/ Fm
  • Aufarbeitung Waldretholz vor Ort ohne Vermarktung (Beispiel Hacken): 10€/ Fm
Die bisher geltenden Voraussetzungen für die Förderungen der insektizidfreien Borkenkäferbekämpfung bleiben weiterhin bestehen und lauten wie folgt:
  • Bei dem Holzanfall muss es sich um gebrochenes (z. B. Schneebruch), geworfenes (Sturm), oder bereits vom Borkenkäfer befallenes Holz handeln.
  • Der Borkenkäfer darf aus dem Schadholz noch nicht ausgeflogen sein (Entwicklungsdauer ca. 6 Wochen).
  • Die Bekämpfung muss waldschutzwirksam sein, das heißt effektiv und möglichst zügig erfolgen.
  • Die angefallene Holzmenge muss nachgewiesen werden (z. B. über Klupplisten, Maschineneinsatzstunden o. ä.) und eindeutig dem Waldbesitzer zuordenbar sein. Eine Kennzeichnung durch den Antragsteller ist sinnvoll.
  • Das Holz muss ca. 14 Tage (zu Kontrollzwecken) am Lagerplatz verbleiben. Ein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist nicht zulässig ( = insektizidfreie Bekämpfung).
 

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 Bohrmehl am Stammfuß                                                                                                                                 Foto: Mauerer P.