Der FBG Newsletter

Hier anmelden:
Ich akzeptiere die Nutzungsbedingungen
Mit der Anmeldung zum Newsletter der FBG Tirschenreuth akzeptiere ich die Hinweise zum Datenschutz. (die Hinweise zum Datenschutz habe ich gelesen):

6f948c15 dab7 41ce 8b24 203cc96c7289 transparent

Informationsveranstaltungen

 

Borkenkäferinformationsveranstaltung

 

Da sich der Borkenkäfer trotz des nassen Frühjahrs stark vermehrt, hat bietet die FBG Tirschenreuth in Kooperation mit dem AELF Tirschenreuth für interessierte Waldbesitzer am Dienstag, den 20.07.2021 von 14.00 Uhr – ca. 16.00 Uhr eine Veranstaltung zum Thema „Borkenkäfer suchen und erkennen“ an.

 

Anmeldung bis Freitag 16.07.2021 bei der FBG Tirschenreuth w. V.

 

Tel.: 09631/79 80 77 0, Handy: 0160/93233387 Fax: 09631/79 80 77 1 oder Email: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

 

Der genaue Treffpunkt wird bei Anmeldung mitgeteilt.


Pflanzung & Wiederaufforstung


22.07.2021 - 14:00 Uhr


Treffpunkt: Plößberg Richtung Pilmersreuth a. d. Str.;
Abzweigung Schönthan


Vertragsnaturschutzprogramm


05.08.2021 - 14:00 Uhr


Treffpunkt: Mehrzweckhalle Thanhausen
(Karl von Korb Str. 24)

Holzeinschlagsbeschränkung – Bagatellgrenze für Kleinwaldbesitzer

 

Die am 26.03.2021 vom Bundesrat verabschiedete und seit dem 23.04.2021 geltende Beschränkung des Ordentlichen Holzeinschlags (HolzEinschlBeschrV2021) basiert auf dem Forstschäden-Ausgleichsgesetz. Es dient dem Ausgleich zwischen einem Schadholzanfall in Höhe von ca. 176 Millionen Kubikmetern seit dem Jahr 2018 aufgrund von Borkenkäfer und Windwurf und den sich daraus ergebenden Folgen auf dem Holzmarkt. Von Kalamitäten betroffene Waldbesitzer sollen aber zeitgleich in Form von steuerlichen Billigkeitsregeln entlastet werden.

 

Da aufgrund dieser Holzeinschlagsbeschränkung Kleinprivatwaldbesitzer besonders betroffen sind und je Hektar nur 4,25 Festmeter Fichte einschlagen dürften, was verkaufstechnisch zudem eine Mindermenge darstellt, wurde durch Staatsministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Michaela Kaniber eine Bagatellgrenze erreicht.

 

Diese Grenze gilt für alle Kleinprivatforstbetriebe (bis 50 Hektar). Diese können ordentliche Fichtenholzeinschläge bis zu einer Höhe von maximal 75 Erntefestmeter ohne Rinde je Betrieb tätigen, ohne gegen die Regelungen der HolzeinschlBeschrV2021 bzw. des Forstschäden-Ausgleichsgesetzes zu verstoßen.

 

Die bisherige Regelung, 85 % von 5 Festmetern (= 4,25 fm) je Hektar besteht alternativ hierzu unverändert fort. Jeder Waldbesitzer kann eine Mindestmenge einschlagen. Für größere Waldbesitzer gilt weiterhin, dass eine Menge von 85 % des durchschnittlichen Einschlags der Jahre 2013 bis 2017 auf den Markt gebracht werden darf. Für einen 20 Hektar großen Betrieb wäre so beispielsweise eine Einschlagsmenge von rund 85 Festmetern zulässig. (85% von 5 fm = 4,25 fm 20 ha x 4,25 fm = 85 fm).

 

Bei einer wirtschaftlich unbilligen Härte aufgrund der Einschlagsbeschränkung, zum Beispiel Gefährdung der wirtschaftlichen Existenz eines Forstbetriebs, kann der Waldbesitzer bei den Ämtern für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Ausnahmeregelungen beantragen.

 

Weitere Informationen und eine Übersicht über die Beschränkungen, sowie steuerliche Regelungen finden Sie im Newsletter 04/2021 oder unter der Rubrik Downloads.

Links zu den Informationsvideos:

 

  1. Motormanuelle Starkholzaufarbeitung mit einem mechanischen Fällkeil: https://youtu.be/9zsAI_NL3yo
  2. Planung und Anlage einer Pflanzkultur: https://youtu.be/2XT6H3QiC8k

 

Neue PEFC-Standards

 

Seit dem 01.01.2021 gelten nach einer einjährigen Überarbeitungszeit für alle PEFC-Waldbesitzer in Deutschland neue PEFC-Waldstandards. Diese wurden von Wissenschaftlern, Vertretern der Waldbesitzer sowie von anderen am Wald interessierten Gruppen ausgearbeitet. Weitere Informationen finden Sie auf unserer Homepage unter der Rubrik "PEFC".

 

Borkenkäfersituation

 

„Heia gibt´s wenig Käfer, wal houd ja allawal grengt und woa kold“, dies ist eine durchaus verbreitete Meinung,jedoch entspricht dies nicht der tatsächlichen, aktuellen Situation. Sicherlich wurde die Brutentwicklung und der Schwärmflug der Borkenkäfer verzögert. Aber die enorme Population der letzten Jahre ist nicht einfach verschwunden. Die Altkäfer haben in Altholzbäumen überwintert und hatten aufgrund der unbeständigen Witterung bis auf eine Woche Mitte Mai kaum Gelegenheit zu massivem Schwärmflug. Dies ist seit den vergangenen beiden Wochen anders, das warme und trockene Wetter wurde für einen konzentrierten und massenhaften Schwärmflug genutzt. Erkennbar ist dies an den Fangzahlen der einzelnen Borkenkäferfallen (vgl. Karte). Bereits vielerorts wurde die Warnschwelle von 3000 Käfern (Buchdrucker) pro Falle teils deutlich überschritten. Ebenso wurde an vielen Waldorten bereits Stehendbefall festgestellt. Erkennbar ist dies zuerst am braunen Bohrmehl, welches durch das Einbohren der Käfer in die Rinde zur Brutanlage entsteht. Dies ist vor allem am Stammfuß, Rindenschuppen, Spinnweben und Pflanzen erkennbar (vgl. Abbildung). Zudem harzen befallene Bäume stark, da das Harz eine Abwehrreaktion darstellt. Im weiteren Verlauf ist das Abfallen der Rinde, ein Abfallen und die Verfärbung der Nadeln ein sicheres Zeichen für eine Buchdruckerbefall.

 

In schwächeren Beständen spielt der Buchdrucker eine eher untergeordnete Rolle, jedoch werden diese Bäume vorzugsweise vom Kupferstecher befallen. Dieser Borkenkäfer ist kleiner als der Buchdrucker und befällt die Bäume von der Krone aus. Der Buchdrucker befällt meist stärkere Bestände und beginnt von der Stammmitte. Nichtsdestotrotz kann auch der Kupferstecher massiven Schaden verursachen.

 

Deshalb ist es sehr wichtig, dass regelmäßige Kontrollgänge durchgeführt werden und bei einem Borkenkäferbefall die Bäume unverzüglich aufgearbeitet und aus dem Wald geschafft werden.

 

Aktuelle Borkenkäfersituation: https://www.fovgis.bayern.de/borki/

 

 

k2

 Abfallende Rinde als sicheres Zeichen für Käferbefall                                                                                  Foto: Mauerer P.     

 

Neue Fördersätze für die Bekämpfung rindenbrütender Insekten:

 

  • Vorbereitung der Aufarbeitung mit rascher Abfuhr direkt ins Sägewerk: 5€/ Fm
  • Verbringen auf einen anerkannten Lagerplatz: 12€/ Fm
  • Entrindung maschinell: 10€/ Fm
  • Entrindung manuell: 20€/ Fm
  • Aufarbeitung Waldretholz vor Ort ohne Vermarktung (Beispiel Hacken): 10€/ Fm
Die bisher geltenden Voraussetzungen für die Förderungen der insektizidfreien Borkenkäferbekämpfung bleiben weiterhin bestehen und lauten wie folgt:
  • Bei dem Holzanfall muss es sich um gebrochenes (z. B. Schneebruch), geworfenes (Sturm), oder bereits vom Borkenkäfer befallenes Holz handeln.
  • Der Borkenkäfer darf aus dem Schadholz noch nicht ausgeflogen sein (Entwicklungsdauer ca. 6 Wochen).
  • Die Bekämpfung muss waldschutzwirksam sein, das heißt effektiv und möglichst zügig erfolgen.
  • Die angefallene Holzmenge muss nachgewiesen werden (z. B. über Klupplisten, Maschineneinsatzstunden o. ä.) und eindeutig dem Waldbesitzer zuordenbar sein. Eine Kennzeichnung durch den Antragsteller ist sinnvoll.
  • Das Holz muss ca. 14 Tage (zu Kontrollzwecken) am Lagerplatz verbleiben. Ein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist nicht zulässig ( = insektizidfreie Bekämpfung).