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Informationsveranstaltungen

 

Aufgrund der Coronasituation können vorerst leider keine Infoveranstaltungen persönlich durchgeführt werden. Um unsere Mitglieder trotzdem über aktuelle Themen zu informieren, haben wir uns entschieden in gewissen zeitlichen Abständen kurze Videos zu Themen aus den Bereichen Waldbau, Holzernte und Förderung zu veröffentlichen.

 

Folgende Links führen zu den Informationsvideos:

 

  1. Motormanuelle Starkholzaufarbeitung mit einem mechanischen Fällkeil: https://youtu.be/9zsAI_NL3yo
  2. Planung und Anlage einer Pflanzkultur: https://youtu.be/2XT6H3QiC8k

Waldarbeiten im Lockdown

 

Viele Waldbesitzer und FZus sind mit der Frage an den Bayerischen Waldbesitzerverband herangetreten, ob forstliche Arbeiten (z.B. Holzernte, Pflanzungen, Pflegemaßnahmen, etc.) weiterhin möglich sind. Das StMELF hat hierzu folgende Information auf dem Waldbesitzerportal eingestellt:

 

Forstliche Arbeiten sind tagsüber unter Beachtung der geltenden Hygienevorschriften grundsätzlich weiter zulässig. Soweit sie nicht als berufliche Tätigkeit (Waldbesitzer, Forstliche Dienstleister) ausgeübt werden (Stichwort "Brennholzselbstwerber"), sind die geltenden Kontaktbeschränkungen der aktuellen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung zu beachten.

 

Auch die Kontrolle auf Borkenkäferbefall ist weiterhin möglich. Waldbesitzer sind hierzu gesetzlich verpflichtet.

 

Die Vorgaben zur Arbeitssicherheit sind selbstverständlich einzuhalten. Alleinarbeit ist bei motormanueller Aufarbeitung nicht zulässig, die gebotenen Schutzmaßnahmen (Abstand mindestens 1,5 Meter und kein Körperkontakt) sind jedoch zu wahren. Mehr Infos zum Thema Arbeitssicherheit gibt es unter:

 

https://www.svlfg.de/forst

 

 

 

"Investitionsprogramm Wald"

 

Das Bundesprogramm „Investitionszuschüsse zu Digitalisierung und Technik für die nachhaltige Waldwirtschaft“ erfährt eine hohe Resonanz (40 % Zuschuss bei Finanzierung über die Landwirtschaftliche Rentenbank). Mit den bis jetzt gestellten Anträgen sind die eingeplanten Haushaltsmittel von 50 Mio.€ bereits ausgeschöpft. Daher hat das Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) verfügt, mit Wirkung zum 25. November 2020 die Antragstellung im Online Portal der Rentenbank bis auf weiteres auszusetzen.

Neue Zuschussanträge für das Programm „Investitionszuschüsse zu Digitalisierung und Technik für die nachhaltige Waldwirtschaft“ können daher nicht mehr im Förderportal der Rentenbank erfasst werden. Es ist weder eine Registrierung, eine Neuanlage noch eine Fertigstellung begonnener Förderanträge möglich. Zuschussanträge, die bis einschließlich 24. November 2020 vollständig im Förderportal abgeschlossen wurden, können weiterhin mit dem Antrag auf ein Refinanzierungsdarlehen über die Hausbank bei der Rentenbank eingereicht werden. Ein Anspruch auf Förderung zu einem späteren Zeitpunkt besteht dabei nicht. Erst wenn der Antrag des Kunden zusammen mit dem Refinanzierungsantrag vollständig bei der Rentenbank vorliegt, ist der Antragseingang erfolgt. Die Bearbeitung erfolgt in der Reihenfolge des Antragseingangs bei der Rentenbank.

Anträge, die bisher nicht abgeschlossen werden konnten und sich im Entwurfs-Stadium befinden, sind derzeit für eine weitere Bearbeitung gesperrt. Es können keine Anträge mehr abgeschlossen werden.

Unterlagen, die für bereits abgeschlossene Anträge nötig sind, können weiterhin in dem Förderportal der Rentenbank hochgeladen werden. Die zur Auszahlung der Zuschüsse nötigen Verwendungsnachweise (z.B. Rechnungen) können in Kürze von allen Antragstellern, die bereits eine Bewilligung erhalten haben im Förderportal hochgeladen werden.

Über eine erneute Öffnung der Antragstellung entscheidet das Bundesministerium für Landwirtschaft und Ernährung als Richtliniengeber. Weitere Informationen dazu liegen derzeit nicht vor.

Wir werden darüber informieren, sobald sich abzeichnen sollte, dass noch weitere Mittel in diesem Programm verfügbar sind oder bereitgestellt werden.

 

 

Borkenkäfersituation

 

Beim Thema »Borkenkäfer an der Fichte « lässt sich ein altbekanntes – nicht nur forstliches – Phänomen exemplarisch betrachten, die Verdrängung: Wenn Sturm und Schneeschäden oder ein Dürrejahr erwarten lassen, dass die gefräßigen kleinen schwarzen Käfer zuschlagen werden, ist die Aufmerksamkeit groß. Klingt die Kalamität ab, werden die Risiken und der Handlungsbedarf bezüglich möglicher Gegenmaßnahmen schnell vergessen. Dieses Muster ist sehr nachteilig, weil es verhindert, das Grundrisiko der Forstwirtschaft bei der wichtigsten biotischen Schadensursache unserer Hauptbaumart Fichte zu verringern.

Buchdrucker und Kupferstecher gehören zu den rindenbrütenden Borkenkäfern. Ihre Brut entwickelt sich in der Rinde. Der Larvenfraß erfolgt vorwiegend quer zur Faserrichtung. Dabei wird die Bastschicht zerstört und bei starkem Befall der Nährstofftransport unterbrochen. Zusätzlich werden durch die Altkäfer bei der Brutanlage phytopathogene Pilze eingetragen, welche den Absterbeprozess der befallenen Fichte beschleunigen. Das bedeutet, dass jede vom Buchdrucker und/oder Kupferstecher befallene Fichte abstirbt!

Angesichts einer häufig angespannten Borkenkäfersituation ist es wichtig, dass sich alle Waldbesitzer möglichst umfassend über Biologie und Befallsverhalten von Buchdrucker und Kupferstecher informieren. Nur bei guten Kenntnissen über die Schädlinge kann man das Befallsrisiko richtig einschätzen, rechtzeitig und mit den richtigen Maßnahmen reagieren und so eine weitere Ausbreitung verhindern.

 

Aktuelle Borkenkäfersituation: https://www.fovgis.bayern.de/borki/

 

In der Endphase des Käferjahres 2020 ist es wichtig, dass befallene Bäume aufgearbeitet werden, sodass möglichst wenig Borkenkäfer ins nächste Jahr mitgenommen werden. Die niedrigen und nassen Temperaturen der letzten Wochen bremsen die Entwicklung der Borkenkäfer und stoppten diese vermutlich auch. Zum überwintern bohren sich die Käfer in stärkere Bäume ein, diese zu finden ist schwierig, jedoch ist abfallende Rinde ein sicheres Zeichen. Diese Bäume gilt es schnellstmöglich zu entfernen.

 

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 Abfallende Rinde als sicheres Zeichen für Käferbefall                                                                                  Foto: Mauerer P.     

 

Neue Fördersätze für die Bekämpfung rindenbrütender Insekten:

 

  • Vorbereitung der Aufarbeitung mit rascher Abfuhr direkt ins Sägewerk: 5€/ Fm
  • Verbringen auf einen anerkannten Lagerplatz: 12€/ Fm
  • Entrindung maschinell: 10€/ Fm
  • Entrindung manuell: 20€/ Fm
  • Aufarbeitung Waldretholz vor Ort ohne Vermarktung (Beispiel Hacken): 10€/ Fm
Die bisher geltenden Voraussetzungen für die Förderungen der insektizidfreien Borkenkäferbekämpfung bleiben weiterhin bestehen und lauten wie folgt:
  • Bei dem Holzanfall muss es sich um gebrochenes (z. B. Schneebruch), geworfenes (Sturm), oder bereits vom Borkenkäfer befallenes Holz handeln.
  • Der Borkenkäfer darf aus dem Schadholz noch nicht ausgeflogen sein (Entwicklungsdauer ca. 6 Wochen).
  • Die Bekämpfung muss waldschutzwirksam sein, das heißt effektiv und möglichst zügig erfolgen.
  • Die angefallene Holzmenge muss nachgewiesen werden (z. B. über Klupplisten, Maschineneinsatzstunden o. ä.) und eindeutig dem Waldbesitzer zuordenbar sein. Eine Kennzeichnung durch den Antragsteller ist sinnvoll.
  • Das Holz muss ca. 14 Tage (zu Kontrollzwecken) am Lagerplatz verbleiben. Ein Einsatz von Pflanzenschutzmitteln ist nicht zulässig ( = insektizidfreie Bekämpfung).